Horizonte Zingst 2017 und das Sigma 60 mm 2.8


Horizonte Zingst 2017 - das war's! Und obwohl sie sich zum 10ten Mal jährten, haben sie mich nicht abgeholt. Bei mir sprang der Funke irgendwie nicht über. Zum einen hatte ich dieses Jahr keinen Workshop gebucht und zum anderen bin ich, ob des sehr guten Wetters, kaum zum Fotografieren gekommen. Der Strand war zu verlockend. Und wenn ich doch mal zur Kamera griff, dann meist zur guten alten OM-D E-M5 und dem Sigma 60mm 2.8.


Mit dem Sigma 60mm 2.8 verbindet mich sowas wie eine Hassliebe. Mein erstes Exemplar hatte ich mir 2013 - kurz nach den damaligen Umwelthorizonten  - zugelegt. Damals wurde ich mit dem Objektiv irgendwie nicht warm, weshalb ich es recht schnell wieder verkauft habe, was nichts mit der Abbildungsqualität der Linse zu tun hatte. Die war - und ist - ohne Fehl und Tadel.


Aber 60 mm an mFT entsprechen nun mal 120 mm Kleinbild. Und die muss man mögen und wollen. Mir war das 2013 zu lang und zu speziell. Heute möchte ich die Linse genauso wenig missen wie das 19er und 30er Sigma. Zusammen mit der E-M5 nehmen sie im Rucksack kaum Platz weg, liefern dafür aber sehr ordentlich ab, wenn sie gefordert werden. Manche vergleichen das 60er Sigma z. B. gerne mit dem 75er Olympus 1.8 und sehen es bei der Bildanmutung, dank der guten Schärfe und des hohen Kontrasts eher auf der Leica-Seite, denn auf der Zeiss-Seite.


Da ich weder ein Leica-noch ein Zeiss-Objektiv besitze, kann ich dazu nichts sagen. Mir gefällt das 60er Sigma so wie es ist. Ich mag die Farben, die Schärfe und den Kontrast. Alles in sich ist stimmig und gefällig, nichts ist übertieben. Positiv ist zudem, dass das 19er und 30 Sigma in die gleiche Richtung gehen. Nicht ganz so scharf und kontrastreich, aber von den Farben und der Bildanmutung her, liegen die drei Objektive auf einer Linie.


Wer nun irgendwelche Testcharts erwartet, den muss ich enttäuschen. Wer Bilder vom Nothafen bei Prerow sehen möchte, bitte sehr. Zur Großansicht kommt man wie üblich per Rechtsklick "Bild in neuem Tab öffnen":






Abblenden? Kann man machen, muss man aber nicht. Das Sigma 60 2.8 erreicht seine beste Schärfe bereits bei 2,8. Danach geht es eigentlich nur noch bergab, was dann aber immer noch nicht von schlechten Eltern ist. Landschaft geht auch. Sehr gut sogar, wie ich finde. Das Steckenpferd des 60er Sigma ist und bleibt aber die Portaitfotografie, wenn man denn genug Platz hat.Wenn man ihn hat, entschädigt das Sigma neben der Schärfe, dem Kontrast und den Farben mit einem tollen Bokeh.


Glück auf!

Olympus OM-D E-M5 I | Sigma 60 mm 2.8

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