Youngtimer Vestival 2012


Am 6. Mai war es endlich soweit. Eröffnung der Youngtimer-Saison 2012 auf Ewald, meiner zweitliebsten Zeche im Ruhrgebiet.


Zugelassen waren ausschließlich Fahrzeuge der Jahre 1972 bis 1992, also Altblech mit dem man als Kind der 80er groß geworden ist und mit dem man die ein oder andere Erinnerung verbindet. Hier eine kleine Auswahl:

Fuchschwanz reloaded ;-)

 Fehlt eigentlich nur der Reifenabdruck ;-)

 Knochenkult - nicht erst seit BangBoomBang 

 Brot und Butter Auto in zeitgenössischem grün

Hausfrauen-Corvette made in Germany 

Kleiner Freund 

 Manta A

Kadett C - Coupe 

Kadett D

Mehr Bilder und Berichte gibt es auf der offiziellen Hompage http://www.yountimervestival.de/ . Am 09. September 2012 ist dann an gleichem Ort und gleicher Stelle der Saisonausklang.

Damit die Zeit dazwischen nicht zu langweilig endet am 20. Mai die Ruhr Classics 2012 auf Ewald. Am 04. August findet das alljährliche Mopar-National statt. Drei Wochen später, am 25.August, treffen sich die Fiat-Freunde zum Italoforum 2012.  

Aber auch zwischen diesen offiziellen Terminen ist die Zeche Ewald mit der angrenzenden größten Haldenlanschafts Europas einen Ausflug wert. Noch kann man sich ungehindert auf dem Gelände bewegen und sein geliebtes Fahrzeug vor dieser imposanten Kulisse mit ihrem einzigartigen morbiden Charme an unterschiedlichen Locations ins rechte Bild setzen.

Eine wirklich gute Anfahrtsbeschreibung inkl. Adresse gibt es hier. Haldenführungen - auch auf SEGWAYs - bietet das Tourismusbüro Herten. Zudem ist der für mich schönste Zoo Deutschlands nur einen Steinwurf weit entfernt. Gleich daneben befindet sich meine Lieblingszeche, auf der über Pfingsten wieder das Drachenfest stattfindet.

Gerade an Wocheenden ist die Wahrscheinlichkeit groß, auf Ewald den ein oder anderen Altblechfreund zu treffen und mit ihm bei Kaffee und Kuchen im Ewald-Cafe zu fachsimpeln. Lecker essen am Fuß der Halde kann man auf der anderen Seite beim Handweiser. Mehr kostenlose Werbung gibt es jetzt aber nicht ;-)

Abends erobern leider immer mehr Hüpfer und Blitzbirnen mit ihren aufgemotzten Blechbüchsen die Zeche. Auf den ersten Blick mag das nicht schlimm sein, auf den zweiten Blick sind diese zumeist jungen Leute nach ihren Treffen in der Regel so geschwächt, dass sie nicht mehr dazu in der Lage sind, ihren Müll wegzuräumen bzw. wieder mitzunehmen. Zudem bekommt man die im jugendlichen Übermut gedrehten Kreise, Donuts und anderen Gummikunstwerke so schlecht vom ehemals rot-bunten und nicht gerade billigem Straßenpflaster wieder ab. Von den Glasscherben, der zu lauten Musik und den Beschleunigungsrennen ganz zu schweigen. Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt sind mittlerweile leider an der Tagesordnung und es ist wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit, bis auch dieser wirklich außerordentlich schöne Treffpunkt dank einiger Unbelehrbarer keiner mehr ist.

Und wer jetzt immer noch Lust auf Altblech im Pott hat, sollte am ersten Sonntag im Monat den Oltimertreff Zollverein ansteuern. Auch wenn ich Zollverein - Weltkulturerbe hin, Weltkulturerbe her - nicht unbedingt mag, ist dieser Oldtimertreff dank der unvergleichlichen Symbiose aus Industriekultur und Automibilgeschichte für mich einer der schönsten überhaupt.