Olympus vs. Canon


Teil I : Cranger Kirmes
Olympus E-PL1 vs. Canon 550


Ein nicht ganz ernstgemeinter Vergleich zweier Kameras bzw. zweier Kamerasysteme

Letztes Wochenende war Kumpel Falk bei uns zu Besuch im Pott. Mit im Gepäck seine Canon 550D inkl. neuem 17-50mm f2,8 Lichtzauber-Zoom von Tamron. Mit meiner E-PL1 inkl. 14-42 I fühte ich mich an die Szene aus Crocodile Dundee erinnert, in der Nick und Sue überfallen werden: „Das soll eine Kamera sein? DAS ist eine Kamera!“ Pfft! Angeberknipse! ;-) Trotzdem 18 Megapixel gegen 12 Megapixel. APSC 1,6 gegen mFT 2,0. Technisch ist die Canon der Pen klar überlegen. Mir zwar egal, aber trotzdem 1:0 für Canon! Das Teil macht echt was her, auch qualitativ und haptisch.

Ab auf Crange, Kirmesbilder machen! Da ich während der Sterkrader Kirmes festgestellt habe, dass das 14-42 für mich nicht das richtige Kirmesobjektiv ist, habe ich kurzerhand das 40-150 auf die Pen geschraubt. Das macht die Kamera zwar unwesentlich gößer, aber sie passte immer noch recht gut in meine Jackentasche. Blöder Blick von Falk! Lange Nase von mir! „Mach’ das mal mit Deiner 550D!“ Lichtzauber hin, Lichtzauber her! 1:1 Ein mehr als verdienter Ausgleich, vor allem dann, wenn man die Investitionssummen betrachtet.

Auf Crange selbst höre ich irgendwann gleich zu Beginn in meinem Rücken „Ups, verdammt, da muss ich wohl abblenden! Offenblende ist wohl doch zu hell!“ Protzer! Jetzt will er’s aber wissen! ISO runterschrauben hätte übrigens auch geholfen! Sei’s drum! Wer kann, der kann und wer hat, der hat! Verdientes 2:1 für die Canon/Tamron-Kombi.

Nur wenig weiter, am Backfischstand von Fischhaus Lichte, dann der unverhofffte Ausgleich! Erste neugierige Blicke und dann: „Is dat ‚ne Pen?“ Wie issen die so?“ „Wirklich so gut, wie alle sagen?“ Hah! 2:2, aber der Backfisch geht vor!

Weiter geht’s! Vorbei an Karussels und bunten Buden. Auf einmal ist Falk verschwunden. Keine zehn Meter entfernt flirtet der alte Schwerenöter mit einer Frau. Unglaublich, aber es sei ihm gegönnt. Kurz darauf kommt er mit einem breiten Grinsen auf mich zu und fängt schallend an zu lachen. „Sachen gibt’s! Die hat sich quasi vor meine Kamera geworfen, weil sie dachte, ich würde für irgendeine Zeitung oder irgendein Magazin fotografieren.“ O.K.! Klarer Fall von Abseits! Meine Frau war mit dabei! Es bleibt also beim 2:2 mit leichten Feldvorteilen bei der Canon. Die Canon mit dem Tamron lässt einen doch professioneller wirken.

Allmählich fordern Durst, Rücken und Alter ihren Tribut. Falk ist froh seine Canon aus der Hand zu legen. Mir geht es mit der Pen genauso, da sie den Weg zurück in die Jackentasche nur noch selten findet. Beim kühlen Blonden sind die Knipsen schnell vergessen. Der Körper erholt sich und das Pils ist lecker. Es bleibt beim 2:2. Die Canon erhöht jedoch den Druck und der Führungsknipser liegt in der Luft.

Plötzlich und wie aus dem Nichts die Führung für die Pen! Falk beschwert sich, dass er ein größeres Tele gebrauchen könnte! Dank Trainingslager auf der Sterkrader Kirmes und Heimvorteil auf Crange steht es 3:2 für die Pen. Das nenne ich mal blitzsauber ausgekontert.

Quasi im Gegenzug fällt jedoch der Ausgleich. Jetzt habe nämlich ich zuviel Brennweite. Egal was oder wie man es macht, man macht es falsch. Lange Nase von Falk! Eiskalt die Unordnung in der Abwehr ausgenutzt und zum 3:3 verwandelt! Mist, verdammter!

Kurz vor Ende der Kirmes, quasi in der Nachspielzeit, muss ich dann mit der Pen doch noch die Niederlage hinnehmen. Meine Frau will ein Eis und trifft damit voll Falks Geschmacksnerven. Während die zwei beiden ihr Eis schlecken, pirscht sich von der Seite ein weiterer Angeberknipsenträger langsam aber stetig an Falk heran, um urplötzlich und wie aus der Pistole geschossen zu fragen: „Sach ma, is dat dat zwoachter siebzehn bis fuffzisch von Tamron?“ Nee, ne!?! Ungefähr so müssen sich Rudi Assauer und alle Schalker dieser Welt gefühlt haben, als Patrik Andersson in der Saison 2000/2001 in der vierten Minute der Nachspielzeit den Knappen mit seinem Freistoßtor gegen den HSV die Meisterschaft versaut hat. Ein süffisantes Grinsen von Falk, gefolgt von einem durch Schmalhaus-Eis gedämpftes „mmmh!“ lassen mich zum nächsten Mandelstand stapften, um mir eine Tüte Frustmandeln zu gönnen. 4:3 für die Canon. Knapp, aber nicht unverdient!

Bilder haben wir wie gesagt auch gemacht. Einige, wie ich finde, wirklich schöne seht Ihr /sehen Sie hier:

1. Canon 550D:






2. Olympus E-PL1





 
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