Thyssen-Krupp

Das passt ja wie die Faust auf’s Auge!

Gestern vor 25 Jahren, am 10. Dezmeber 1987, besetzten kruppsche Stahlarbeiter des Stahlwerks Rheinhausen die spätere „Brücke der Solidarität“. Bereits fünf Jahre zuvor, am 3. Dezmeber 1982, war das Walzwerk Rheinhausen geschlossen worden. Beide Werke, so die damalige Konzernführung, seien auf dem Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig gewesen. Einer der härtesten und längsten Arbeitskämpfe dieser Republik hatte seinen Anfang.

Heute, ein viertel Jahrhundert später, am 11. Dezember 2012,  verkündet der Stahlriese Thyssen-Krupp auf seiner Bilanzpressekonferenz den größten Verlust der Unternehmensgeschichte – 5 Milliarden Euro Miese!  Hauptgrund  seien zwei unprofitable Stahlwerke in Nord- und Südamerika, deren Buchwerte nach unten korrigiert werden mussten. Auf deutsch: Die Dinger sind weit weniger Wert, als deren Bau gekostet hat!

Gestern Rheinhausen, heute Übersee. Das Skurrile daran: Das aktuelle Stahlwerk in Duisburg, mit fast 13.000 Beschäftigten, produziert die Bramme Stahl rund 170,00 Dollar günstiger als die südamerikanischen Kollegen. Respekt!   

Sicherlich auch ein Grund, warum Thyssen-Krupp, trotz schwerer Zeiten, zu diesem Werk steht, es nicht antastet und sich, im Gegensatz zu Opel, zur Region bekennt. Kompliment!