Do It Yourself


Neben der Knipserei haben es zwei weitere Hobbies geschafft, sich langfristig bei mir zu behaupten. Das eine ist Musikhören (bevorzugt von schwarzem Vinyl), das andere ist der Selbstbau von dazu benötigten Lautsprechern.


Alle drei Hobbies lassen sich ganz wundervoll auf den Hörsessions der Klang+Ton miteinander verbinden. Die Veranstaltung findet üblicherweise alle zwei Monate beim Duisburger Brieden Verlag statt, zu dem die Klang+Ton gehört. Um Anmeldung wird ebenso gebeten, wie um die aktive Unterstützung des Caterings!


Ebenfalls beim Brieden Verlag beheimatet ist die LP, eine Zeitschrift rund um analoges HiFi, mit dem Schwerpunkt Plattenspieler und Schallplatten. Das Schöne daran ist, dass beide Zeitschriften nahezu zu 100% von Holger Barske und Thomas Schmidt gemacht werden. Beide lassen es sich nicht nehmen, den anwesenden Lesern Rede und Antwort zu stehen. Betrachtet man den Zeitdruck der beiden, jeden Monat im Wechsel ein neues Heft herausbringen zu müssen, ist dies keine Selbstverständlichkeit. Beide sind zudem begeisterte Fotografen.


Die diesjährige Februar-Hörsession war für mich ein Pflichttermin, waren doch zwei Boxen aus dem Dunstkreis der IGDH vertreten. IGDH steht für "Interessengemeinschaft Do-IT-Yourself HiFi" und sezt sich aus begeisterten Selbsbauern von Hifi-Komponenten mit dem Schwerpunkt "Lautsprecher" aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland zusammen. Als Vorstandsmitglied freut es mich besonders, wenn es Konzepte aus der Hand von Mitgliedern in die Klang+Ton und auf die Hörsession schaffen. In diesem Fall waren es die VISage, das Paar oben in der Bildmitte, sowie die MonitorCB.


Wer mehr über die Visage oder die MonitorCB erfahren möchte, folgt entweder den Links ins DIY-HiFi-Forum oder kauft sich eine Klang+Ton. Beides ist sehr zu empfehlen und schließt sich nicht aus.


Während dieser kleine "Krachmacher" zum Beispiel einer der besten Schreibtischlautsprecher ist, die ich seit langem gehört habe, prallen bei dem folgendem Bild zwei Lautsprecherwelten aufeinander.


Links die Nada der Klang+Ton für rund 1.000 EUR pro Seite, rechts die Tricky, eine Gemeinschaftsentwicklung zweier IGDH-Mitglieder, für rund 20,00 EUR pro Seite (jeweils ohne Holz). Während die Nada mit das Beste ist, was ich bisher gehört habe, ist die Tricky bei weitem nicht das Schlechteste, was meine Ohren bisher zugemutet wurde. Im Gegenteil, ich habe schon weitaus teurere Boxen gehört, die nicht so homogen gespielt haben. Mit der Tricky lässt sich ernsthaft Musik hören. Gegen die Nada hat sie allerdings nicht den Hauch einer Chance.


Als Verstärker diente übrigens der kleine schwarze Kasten am rechten Bildrand. Der Verstärker, der eigentlich ein Receiver ist, hört auf den Namen "Auna Tube 65" und ist ebenso hörenswert, wie die darauf stehende CD und die daneben stehende Box. Dies ist umso erstaunlicher, da er lediglich 170,00 EUR kostet, obwohl Haptik, Aussehen und Klang alle Beteiligten vermuten ließen, dass dieser AMP in einer anderen Preisliga spielt. Gutes HiFi muss demnach nicht zwingend teuer sein.

Überzeugen Sie sich selbst - es lohnt sich!

Glück auf!

Pentax K30 | Pentax DA 50 mm | Tamron 28-75 mm