Tamron AF 18-200 mm 1:3,5-6,3 XR Di II LD


Es gibt Objektive, die lassen einen nicht los. Bei mir gehört das Tamron AF 18-200 mm 1:3,5-6,3 XR Di II LD Aspherical (IF) Macro definitiv in diese Kategorie.


Das geringe Gewicht und die Kompaktheit machen aus dem 18-200 ein prima Reisezoom. Der Brennweitenbereich ist, gerechnet auf Vollformat bzw. Kleinbild, mit 27 bis 300 mm mehr als ausreichend. Leider nimmt die Schärfe vor allem bei den Brennweiten unterhalb von 35 mm ab. Am kurzen Ende ist zudem mit recht starken Verzeichnungen zu rechnen, am langen Ende und bei offener Blende nimmt hingegen die Vignettierung zu.


Dank der Objektivkorrekturen in DxO sind die Schwächen des Tamron 18-200, bis auf die zum Teil mangelnde Schärfe, aber handelbar. Gegen die mangelnde Schärfe hilft abblenden. Fakt ist, die Linse braucht Licht. Je mehr, desto besser.


Das größte Plus des Tamrons ist und bleibt der große Brennweitenbereich, der gerade bei Städtetouren oder kleineren Ausflügen einen Objektivwechsel überflüssig macht. Hinzu kommt ein recht gutes Preis-Leistungsverhältnis. Gebraucht bekommt man ein gutes Exemplar zur Zeit zwischen 85,00 und 95,00 EUR.


Das Tamron 18-200 ist weit davon entfernt, mein Lieblingszoom zu werden. Den Platz teilen sich das Tamron 28-75 mm und das Panasonic Lumix 14-45mm. Was diese beiden Zooms an Schärfe abliefern ist schlicht und ergreifend beeindruckend.  Preis-/Leistungstechnisch braucht sich das 18-200 mm Tamron allerdings nicht vor den Wettbewerbern oder den Kit-Zooms von Pentax verstecken. Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile. Im Gegensatz zum Sigma 18-200 mm DC wird das Tamron sogar von DxO Optics unterstützt, was mir sehr wichtig ist. Bei Sigma ist dies erst bei den HSM Modellen der Fall.


Natürlich gibt es bessere bzw. schärfere Objektive. Im Bereich der Superzooms wird es dann aber auch schnell recht teuer. Persönlich bin ich nicht bereit, den Mehrpreis für das Tamron 18-250 mm zu zahlen. Der in meinen Augen geringe Qualitätsgewinn rechtfertigt meiner Meinung nach nicht den Mehrpreis. Zudem nutze ich diese Art von Objektiv fast ausschließlich nur bei Städtetouren und Führungen.


Einen Vergleich mit einem Panasonic mFT 14-140 mm muss das Tamron nicht scheuen - und das Panasonic kostet gebraucht immer noch mehr als 300 EUR. Gegen das etwas günstigere Olympus 14-150 mm würde das Tamron aber wohl den Kürzeren ziehen - wie wohl die meisten Suppenzooms.

Mich hat das Gesamtpaket des Tamron so sehr überzeugt, dass ich nicht umhin konnte, mir wieder ein günstiges gebrauchtes Exemplar zu besorgen.

Glück auf!

Pentax K10D | Tamron 18-200 mm