Horizonte Zingst 2014 - Workshops


In diesem Jahr hatte ich mich entschieden zwei Workshops zu besuchen - "Leben im Bild" bei Dirk Bleyer sowie "Aalglatt oder kabbelig" bei Michael Frede.


Los ging es am Sonntag mit "Leben im Bild". Ziel dies Workshops war es, lahmen und statischen Bildern Leben und Dynamik einzuhauchen. Werkzeug waren sind: Spiel mit der Blende bzw. der Belichtungszeit, Wischer, Mitzieher oder Explosionsbilder.


Ich gebe zu, dass diese Art der Fotografie nicht unbedingt zu meinen Favoriten gehört und eine gehöriger Portion Übung braucht. Diese beiden gezeigten Explosionsbilder sind der Extrakt aus ca. 20 bis 30 Versuchen.


Nicht anders sah es bei den Mitziehern aus. Eigentlich sollte Dirk scharf und der Hintergrund verwischt sein. Bei mir klappte das irgendwie gar nicht. Dafür hat er mir eine sehr interessante Art der Fotografie näher gebracht: Den senkrechten Wischer oder Reißer.


Das Bild zeigt einen Baum (Braun) vor Büschen (grün), in denen sich das Sonnenlicht bricht (gelb) und durch die man den Himmel sehen kann (blau). Die Kunst bei dieser Art der Fotografie besteht darin, möglichst gerade Linien zu generieren. Das Schließen der Augen beim Hoch- oder Runterreißen hilft enorm, die Kamera nicht zu verreißen.


Nach dem Versuch, Bildern Leben einzuhauchen ging es am Strand damit weiter, mit den Bildern Ruhe zu vermitteln.


Mit dem entsprechenden Graufilter und einer möglichst langen Belichtungszeit, wird auch aus der Ostsee ein Ententeich.


Und mit etwas Glück und genügend High-Key sieht es dann sogar nach etwas Nebel über der Ostsee aus.


Wie man Wasser einigermaßen glatt bekommt hatte ich nun gelernt. Ebenfalls hatte ich gelernt, dass ein Graufilter unterhalb von ND 64 an der Küste eher in die Kategorie "Tünkram" gehört. Selbst ein ND4 mit einen Polfilter davor sorgt nicht wirklich für eine Beruhigung der Wasserfläche. Zum Glück gab es beim nächsten Workshop die Kategorie "kabbelig".


Ziel ist, den Moment mit Hilfe eine möglichst kurzen Belichtungszeit einzufrieren. Also am Besten die Kamera auf Zeitautomatik stellen und eine möglichst kurze Belichtungszeit wählen, Blende und Iso einfach der kamera überlassen.




Zum Abschluss des Workshops gab es dann dieses Licht und alle Bewegung und Dynamik war schlagartig vergessen.


Das Tolle an den Workshops während des Horizonte-Festivals ist, dass sie ein gelungene Mischung aus Theorie und Praxis sind. Frei nach dem Motto "Von Vorbildern lernen" - auch wenn man die vermeintlichen Vorbildern erst noch kennenlernt, und zwar während des Workshops. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, man lernt recht schnell und einfach Leute kennen. In diesem Sinne ...

>> See you ... <<<

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