Film Noir und die Fujifilm X-Pro1


Als ich mich Anfang des Jahres für die X-Pro1 als Zweitkamera entschieden habe, war ein Grund u.a. dieser Artikel: https://www.prophotonut.com/2013/08/29/hollywood-portraits-remastered-with-the-fujifilm-x-pro1/ von Damien Lovegrove.

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Zum einen mag ich Schwarz-Weiss-Fotografie im Allgemeinen, aber besonders mag ich diesen ganz speziellen Film-Noir-Look. Aus diesem Grund hatte ich mich Anfang des Jahres bereits vor dem Kauf der X-Pro1 dazu entschieden ein Workshop bei Robin Preston im Rahmen der photadventure Duisburg zu buchen.


Bis auf wenige Ausnahmen habe ich den Großteil des Workshops tatsächlich mit der X-Pro1 bestritten. Als Objektive kamen das XF 35 mm 1.4 sowie das XF 50 mm 2.0 zum Einsatz. Zwei wirklich großartige Objektive, die sich ganz wunderbar ergänzen.


Am Anfang hatte ich ein wenig Bedenken, dass die 50 mm zu nah an den 35 mm wären und mir der modernere Fuji-Look gegenüber dem meines Pentax 50 mm 1.7 nicht gefallen würde. Beides sollte sich zum Glück nicht bestätigen. Im Gegenteil, das XF 50 mm 2.0 passt sehr gut zur X-Pro1, auch wenn es speziell für die X-Pro2 entwickelt worden sein soll.


Der Workshop bei Robin selbst war großartig und einer der besten, die ich bisher besucht habe. Einen sehr großen Anteil daran hatten die drei Models, die Rockabilly nicht nur lieben sondern auch leben und die Bilder dadurch sehr authentisch machen. Zudem gab es den ein oder anderen sehr speziellen Tipp, wie z. B. eine Pringles-Dose als Lichtformer zu nutzen. Nur eine von vielen Anregungen, die ich mitnehmen durfte . Ausprobieren konnte ich sie leider nicht, da ich keinen Blitz dabei hatte. Gelernt, wie man mit zwei Blitzgeräten den Tag zur Nacht machen kann, habe ich trotzdem.


Mein Fazit: Film Noir macht Spaß - zumindest mir! Es ist anders, weniger perfekt dafür ein Stück weit authentischer. Man braucht nicht zwangsläufig die neuste Kamera und das neuste Objektiv oder die neuste Blitzanlage. Zum Teil ist zuviel Perfektion sogar hinderlich, da der eigentliche Bild-Look den 1940er und 1950er Jahren entstammt. Damals war man technisch bei weitem noch nicht so weit wie wir es heute sind.


Ebensoviel Spaß macht die X-Pro1. O.K. Sie hat Ihre Schwächen, aber die machen sie auch ein Stück weit sympatisch. Fehlender Dioptrinausgleich, das Steuerkreuz, der ungünstig gelegene Q-Button, fehlendes Klappdisplay ... Egal, die X-Pro entschädigt mit wundervollen Schwarz-Weiss-Bildern. Sämtliche hier im Thread gezeigten Bilder kommen direkt aus der Kamera (Tiefen und Lichter +1 bzw. +2, Schärfe +1 und Rauschunterdrückung -1 bzw. -2)

Glück auf!


Kamera: Fujifilm X-Pro1
Objektive: Fujinon XF 35mm 1.4 | Fujinon XF 50mm 2.0 WR