Photoadventure 2019


Pfingstsamstag und Pfingssonntag war mal wieder Photoadventure in Duisburg. Für mich bedeutet das im Gegensatz zu Zingst "Heimspiel" statt "Klassentreffen". Größer könnte der Bruch zudem nicht sein. Von der idyllischen Ostsee-Halbinsel in die Industriekultur eines alten Roheisenwerks im Landschaftspark Duisburg Nord.


Dieses Jahr hatte ich zwei Workshops gebucht, die sich als ziemlich großartig erweisen sollten. Die Facebook- bzw. Instagram-User unter Euch werden wissen, was ich meine. Bald  wird es dazu auch hier den ein oder anderen Post geben. 


Jetzt und hier soll es um den obligatorischen Abendspaziergang durch den beleuchteten LaPaDu gehen. Für mich gehört er einfach zur Photoadventure wie das Zelt und die Bilderflut zu Zingst - auch wenn ich gerade mal 15 Minuten vom LaPaDu entfernt wohne.


Anfang des Jahres, nach meinem Wechsel von Olympus zu Fuji, war ich schon einmal vor Ort, um auszuprobieren, was das neue Pferd im Stall denn so kann. Damals habe ich es ordentlich verkackt. Ich hatte damals vergessen, beim Fotografieren vom Stativ, den Stabi am 1855 zu deaktivieren. Fuji scheint das im Gegensatz zu Olympus gar nicht zu mögen. Erschwerend kommt hinzu, dass ich sowohl von PENTAX als auch von OLYMPUS gewöhnt war, dass der Stabi in der Kamera und nicht im Objektiv sitzt. Somit hatte sich in meinem Hirn irgendwie eingebrannt, dass wo kein Stabi in der kamera ist, auch keiner deaktiveirt werden muss. Manches braucht halt etwas länger ...


Damals war ich zugegebener Maßen enttäuscht von der Performance. Inzwischen hat sich das aber relativiert. Die X-T1 und das XF18-55 wissen immer wieder auf's neue zu überzeugen. Allerdings hat es eine Weile gedauert, bis ich begriffen und verinnerlicht habe, dass mFT-Fotografie in der Tat ein wenig anders ist - auch wenn ich dies immer wieder selbst postuliert habe. Bei Olympus bin ich eigentlich nie über Blende 5.6 gegangen. Ab Blende 8.0 bekam ich zunehmend Bauchweh mit der Beugungsunschärfe. Bei Fuji setzt dies Gefühl später ein. Und so gut das XF1855 auch ist, es ist kein zuiko Digital 11-22mm. Dafür trifft der AF aber auch bei schlechten Lichtverhältnissen deutlich besser.  Einen Tod muss man bekantlich nun mal sterben.


Dafür ist das XF18-55 aber ein mehr als ordentliche "Ersatz" für das 1454. Wobei "Ersatz" das falsche Wort ist. Ich war nie ein Fan des m.Zuiko Digital 12-40mm. Mir ist das Objektiv einfach zu digital und zu sehr auf Kontrast optimiert. Das XF18-55 hingegen ist in meinen Augen eine sehr gelungene Mischung aus dem 1454 und dem 1240. Es ist scharf, löst gut auf und hat einen schnellen sowie zuverlässigen AF, der auch bei schlechten Sichtverhältnissen noch trifft. Einzige Nachteile: Es ist nicht abgedichtet und es könnte untenrum etwas weitwinkliger sein. Davon abgesehen, ist es ein Nobrainer und kann zum Glück als Kitlinse mit ausgeliefert werden.

Glück auf!

Fujifilm X-T1 | Fujinon XF 18-55mm